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Schnellprojekt- Regenüberschuhe

In etwas über einer Woche geht es mit dem Rad für 2 Wochen durch Slowenien.

Regenhose und Regenjacke liegen bereit, falls es richtig unangenehm wird, auch die wasserdichten Überhandschuhe. Aber was ist mit den Füßen!?

Ich könnte meine Gore-Tex Socken anziehen. Aber was trägt meine Freundin? Neue wasserdichte Socken kaufen? Dann werden die Schuhe doch immer naß und im Gebirge ist es sicherlich nicht so warm…

Also mal in die Stoffkiste geschaut -> Grau: Schöller’s bionische Membran, Grün: 3- Lagen Laminat mit dem Großen G, schwarz: Kevlargewebe. Gut immer ein paar Reste da zu haben.

3 Stunden später

Beide Paare sind SPD- Schuh kompatibel und lassen sich mit einem Klett verschließen. Die Mittelnaht ist getapt. Der Vorderfußbereich ist unten aus K-Protec. Ein Gurt hält den Überschuh im Mittleren Bereich in Position

Ich bin gespannt wie sie sich machen.

wasserdichte Fahrradtasche aus TPU- Nylon

Vor einigen Wochen habe ich mit Olga, meiner Freundin ihr neues Fahrrad fertig geschraubt- da fehlt natürlich noch eine würdige Tasche für den Alltag…

Materialliste:
- TPU- Nylon von Extremtextil in schwarz mit 480g/m²
- TPU- Nylon in orange, ebenfalls von Extremtextil. Leider in der Dicke nicht mehr verfügbar
- eine DinA4 5mm Polyamid Platte
- 2 Planenhaken, wie sie z.B. bei Planenanhängern verwendet werden
- 25mm Gurtband
- YKK 3 C Reissverschluss mit 2 Schlitten
- ein kleines Stück Netzgewebe
- 20cm 5mm Gummikordel
- 2 25mm Fastex Schnallen
- 5 M5 V2A Schrauben mit selbstsichernder Mutter und Unterlegscheibe
- ein kleiner Metallhaken
- Nähgarn…

Das Ziel war eine wasserdichte Tasche mit Rollverschluss, wie es sie u.a. von Ortlieb zu kaufen gibt. Aus diesem Grund war es keine Option das TPU-Nylon zu nähen. Ich hätte es zwar im Nachhinein von innen abkleben können, aber TPU lässt sich auch HF (hochfrequenz) Verschweißen. Leider habe ich kein entsprechendes Gerät, aber dank der beschichtung lässt sich auch mit “Haushalts”- Mitteln eine haltbare Verbindung herstellen. Es hält dabei immer nur beschichtete Seite auf beschichtete Seite- durch die kombination aus dem dicken TPU in schwarz, welches ein weißes Gewebe auf der Innenseite hat und dem dünneren Orangen, welches beidseitig orange ist, konnte ich eine haltbare und optisch schöne Kombination schaffen.

Mit Klebeband habe ich den Bereich abgeklebt, an dem die Schweißnaht später sein soll. Das Bügeleisen auf Stufe 4 und stellenweise vorfixiert.

 

Unten drunter eine schmale Metallleiste, auf der sich die Schweißnaht schön stramm ziehen ließ und der Nebenbereich nicht in Reichweite des Bügeleisens war. Viel Druck und bei weiterem Druck (mit einem Metalllineal) abkühlen lassen

 

auch die Kurve ist mir recht gut gelungen

 

Ohne Innentasche wäre die Tasche nichts besonderes :-) . Die Tasche besteht ebenfalls aus dem orangen TPU- Nylon und hat auf der Oberseite ein zusätzliches Fach aus Netzgewebe

 

So sieht die Tasche nun von innen aus. Seitlich das Dicke TPU, vorne & hinten das dünnere und auf der Rückseite eine Kunstoffplatte zur Verstärkung

 

Verschlossen. Von der Rückseite zur Vorderseite führt ein Gurt mit Blitzverschluss

 

Am oberen Rand mit Gurtbandverstärkung und natürlich ebenfalls mit Blitzverschluss

 

Die spannende Rückseite; stabile Planenhaken, ein kleiner Haken mit Gummizug- beides mit VA Schrauben an der Kunstoffplatte verschraubt. Der Tragegurt lässt sich abnehmen und in der Länge verstellen

 

Tolle Tasche ist es geworden. Nur leider wird sie ein Einzelstück bleiben, da es das orange TPU nicht mehr gibt und die Arbeit mir zwar Spaß gemacht hat, aber der Aufwand und die Materialkosten sind recht hoch.

Auf jeden Fall habe ich noch einmal dem Umgang mit TPU-Nylon kennen gelernt, nachdem ich mir vor einem Jahr bereits eine Kameratasche gemacht hatte. Eventuell irgendwann ein Boot mit TPU Bespannung!? :-P

Flip Flops mit Lederoberseite, EVA Dämpfung und Vibram Sohle

Die erste Vorstellung eines Produkts, welches ich (vorerst) nur für mich gemacht habe. Ok, ich habe jetzt nicht erst den 3. Teil der Kanuexpedition veröffentlicht, aber der muss ja auch erst noch geschrieben werden. Da sitze ich doch lieber im Garten auf meienr neuen Picknickdecke undübernehme die Texte aus ODS, wo ich diese FlipFlops bereits vor 4 Wochen gezeigt habe.

 

es wird Sommer und meine Teva FlipFlops sind einfach nicht so das…
zu dicke Sohle, Riemen zu locker und scheuern

Also muss was Neues her.
Ein MYOG Flip Flop

erstmal die Form auf das Leder gemalt, ein Loch für den Zehenriemen gestanzt und den Riemen durch gezogen

die hinteren riemen auch an ihre Position gelegt. Sie gehen durch einen schlitz unter die Lederoberseite

die Riemen festgenäht


Dann konnte es schon an die erste Lage gehen: 5mm Evazote unter die Lederschicht geklebt und später am Rand vernäht


Zwischendurch noch die Sohlen ein paar weiterer Schuhe geklebt

Nach dem Vernähen der EVA und der Lederschichten habe ich die Vibram Sohle unter geklebt. Ich habe mich für eine recht stark profilierte entschieden, da ich mit meinen Teva FlipFlops ab und zu weggerutscht bin…

Sohle ausgeschnitten…

und noch die oberen Riemen vernähen und schon fertig.

Ich habe die FlipFlops leider noch nicht sehr viel getragen da sich die Situation einfach noch nicht ergeben hat, sie sitzen aber so gut und die Sohle ist so flexibel das das typische “flip…flop” weg fällt.

es geht weiter…

Lange Zeit war es hier still.

Unter anderem lag es daran das ich nicht wusste wie ich den Blog nutzen möchte, also mit welchen Inhalten er gefüllt werden soll.
Nun habe ich entschieden hier eher wenig private Dinge zu veröffentlichen. Das soll nicht heißen das es keine Tourenberichte mit Bildern geben wird. Ganz im Gegenteil, in nächster Zeit werde ich den 3. Teil der Kanuexpedition in Schweden fertig schreiben, die jetzt schon fast ein Jahr zurück liegt.-

Weiter geht es dann mit einem Kurzbericht zu einer 40km Paddeltour im November 2010 bei Themeraturen zwischen 5°C und -1°C, und etwas Regen…

Herbstpaddeln

Dann folgt noch ein Bericht vom diesjährigen Oster-Bouldern in Tschechien.

Die Tourenberichte werden ihren Schwerpunkt bei der Bekleidung und Ausrüstung haben, die inzwischen zu einem großen Teil von mir hergestellt ist.

Ausserdem werde ich Dir an dieser Stelle diverse Sonderanfertigungen, welche im Kundenauftrag entstanden sind vorstellen. Es gibt aber auch kleine und große Projekte aus meiner persönlichen “Kiste” zu sehen.

Der letzte Punkt wird es sein Dir Neuerungen aus meinem Shop vor zu stellen.

 

Los geht’s…!

Gewinnspiel

Kein Aprilscherz!

Ein GEWINNSPIEL! (aber nur auf Facebook!)

Der Gewinn:
ein Pullover mit Kapuze und Tasche in den Standartgrößen.
Grundfarbe; grau.
Die 2. Farbe könnt ihr frei wählen!!

Die Frage:
Welchen Umfang hat der Armabschluss der Pullovers in Gr. L für Männer (nach Schnittmuster) ?

Die Bedingungen:
bis zum 17. April 23:59Uhr, die Richtige Antwort gewinnt, falls es mehrere gibt, wird das Los entscheiden. Falls niemand das richtige Maß angibt, gewinnt derjenige der am dichtesten dran war. Ihr dürft nur jeweils einen Tip abgeben

Kommentare auf diesen Beitrag werden nicht gewertet, folgt daher bitte den folgenden links

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Danke für die Inspiration lighthiker und hrXXL

Kanuexpedition NO-S 2. Teil

nur noch einige Tage und ich bin wieder in Schweden. Daher wird es mal Zeit das ich den 2. (von 3) Teilen des Reiseberichts über die Kanutour im August fertig schreibe.

Teil 1 / Anreise hier

Teil 2 – hart, aber…. km 0 – 72

Wir hatten eine erholsame Nacht und machten uns gleich nach dem Frühstück mit Sven, Susa, Dominik und weiterem Besuch daran unsere Sachen zu packen. Wir hatten beide Zuhause keine Zeit gefunden um unsere Ausrüstung und das Essen zu organisieren und zu packen. Selbst unsere Schwimmwesten konnten wir erst jetzt einem, zum Glück erfolgreichen Test, unterziehen.

Sicherheitstest

Sicherheitstest bestanden

Bei den Lebensmitteln hatte ich den Überblick- dachte ich zumindest. Nach einem groben Überschlag und dem Umstand das wir die Tour aufgrund der langen Anreise etwas abkürzen wollten, packte ich einige Pfund Mehl, Zucker, Nudeln, Reis, etc. zurück in den Bulli. Arne hatte für jeden Tag 2 PowerBar Riegel besorgt, aber ich wollte noch einen anderen Tagessnack, also schnell diverse Nüsse, Rosinen, bunte Zuckerkugeln, Trockenobst und viele andere tolle Dinge in eine große Tüte gekippt.

Bunte Mischung

Nach 4 Stunden hatten wir unseren Kram beisammen, das Boot war mit einem komfortableren Joch ausgestattet und ich hatte Hof und Umgebung auch mal im Sommer gesehen, nachdem ich 2008 und 2009 einige Wochen im Winter hier verbracht hatte.
Nach einer Stärkung und mehr oder minder ausführlichen Gesprächen über die Zukunft in Skandinavien brachen wir mit Dominik und Dieter in Richtung Sulitjelma auf.
Der Weg brachte uns immer höher in das Fjell und wir waren froh über die Entscheidung diesen Teil mit dem Auto zurück zu legen. Unser Plan war es am Anfang 2 Tage zu sparen indem wir nicht im Fjord starten, sondern direkt am höchsten Punkt der Tour.

Sulitjelma

Nach einer spannenden Tour auf kleinen und sehr Steilen Wegen hatten wir gegen 18 Uhr unseren Einstiegs- See erreicht.
Arne und ich bepackten das Boot, schossen die obligatorischen Startfotos und Verabschiedeten uns von Dieter und Dominik, die Arnes Bulli nach Skogly zurück brachten.

Einstieg

Boot am Wasser

“Allt gott” – endlich auf dem Wasser. Im Nebel über uns zeichneten sich die Berge wieder ab und es gab Neuschnee zu sehen, die letzten Sonnenstrahlen des Tages kamen noch einmal raus und… wir standen am Ufer! Nach 700m war unsere Fahrt bereits wieder vorbei. Ich hatte in der Euphorie nicht 100%ig auf die Karte geschaut, was zur Folge hatte das wir einen See zu früh eingesetzt hatten. Arne versuchte noch Dominik und Dieter zu erwischen, weil wir nicht wussten wie weit wir nun tragen müssen, aber die waren schon weg. Ich ging mit Funkgerät bewaffnet aus die Suche und wurde erst nach ca. 2km fündig. Das war aber nun der richtige See, zumindest war er groß genug. Wir trugen den gesamten Inhalt des Boots und natürlich zu guter Letzt auch das Boot selber über ein paar seichte Hügel bis auf die Schotterstraße, stellten das Boot auf den Bootswagen, verluden das Gepäck und rollten in Richtung See (dem Richtigen!). Hier zeichnete sich bereits ab das wir den Bootswagen besser hätten testen sollen. Auf den knapp 2km krachte mal das eine, dann das andere Rad aus der Halterung.

Um"tragen"

Wir, bzw. der Bootswagen schaffte den Weg und wir konnten bei Abenddämmerung in einer unwirklichen, Mondähnlichen Landschaft das Boot erneut zu Wasser bringen. Das Wetter hatte sich inzwischen wieder etwas verschlechtert und es kamen ein paar Tropfen vom Himmel. Wir peilten das Ende des Sees an, an dem uns am nächsten Tag eine Umtragestelle erwartete.
Bereits nach 10 Minuten auf dem Wasser wurde es windig. nach weiteren 10 Minuten wurde es noch windiger und als wir mitten auf dem See waren hatte der Wind so stark zu genommen das wir 1m (!) hohe Wellen hatten. Zum Glück von hinten, sonst weiß ich nicht was wir gemacht hätten. Unser Ziel für heute erreichten wir nicht, sondern grade noch eine Landzunge die grade so viel Windschatten wo, das wir gefahrlos anlanden konnten.
Der Wind hatte noch weiter zu genommen und es kamen richtige Brecher am Ufer an. Auch der Regen war in Verbindung mit dem starken Wind wirklich unangenehm. Wir dachten das Schwerste wäre für heute geschafft, aber es sollte noch schlimmer kommen. Im Wind und Regen ein Zelt aufbauen, was quasi grade aus der Produktion kam (Zur Erklärung: ich hatte extra für diese Tour ein Lavuu aus Etaproof genäht), 2x im Garten Probeaufgebaut und von Arne noch nie gesichtet war, stellte sich alles andere als optimal raus. Hinzu kam das wir keine wirklich ebene Fläche vorfanden, noch einen Hering in den Boden bekamen. Das Zelt stand halb und wir machten uns mit noch größeren Steinen daran die Abspannungen zu verstärken, als es “Päng” machte. Die Aufstellstange war gebrochen! Wir banden mit Spanngurten das Alurohr, in dem meine Fliegenrute sicher aufbewahrt wurde, provisorisch neben die Aufstellstange und stützen das Zelt von innen mit unseren Gepäckstücken und den Paddeln ab. Nach einer großen Portion Nudeln mit Sauce schliefen wir sofort ein.

Ich erwachte irgendwann weil es warm im Zelt wurde. Aufgrund des dunkelbraunen Materials war nicht aus zu machen wie hell es draußen war. Aber als ich den Eingang öffnete…
Guten Morgen
war klar das es hell ist und die Sonne mit voller Kraft scheint.

Ausblick
Bevor wir das Boot für die noch fehlenden 500m vom Vorabend verluden, trockneten wir Zelt, Klamotten, etc und ich verputze noch schnell die restlichen Nudeln.
Auf der Karte sieht es aus als könnten wir das Boot einen kleinen Bachlauf hochziehen und weiterpaddeln. Leider sieht die Realität ganz anders aus. Wir queren einen Kiesstrand, schlängeln uns durch einen jahrtausende altes Bachbett bergauf um dann wieder ein kurzes, steiles Stück runter zu steigen. Immerhin ist die Tragepassage so kurz das wir uns 2 mal richtig schweres Gepäck aufladen und noch einmal für das Boot zurück müssen.

Umtragen

Klares Wasser

Eine Erfrischung tut trotz der kurzen Strecke gut
Ahh...!

Hier sieht das Wasser auch endlich genießbar aus. Mir fällt es schwer weißes Wasser zu trinken, obwohl ich weiß das es klarstes Schmelzwasser ist. Vor uns liegen 4km- endlich entspannt paddeln… bis zur nächsten Umtragestelle. Die Karte verspricht nichts Gutes und der DKV Kanuführer hat von der längsten Umtragestelle gesprochen die unseren Weg kreuzt.
Einige hundert Meter nördlich des markierten Pfads für die Portage sieht es auf der Karte so aus als könnte man leicht in einen etwas höher gelegenen See kommen. Wir wollen es versuchen, immerhin verspricht sich davon eine Abkürzung von immerhin knapp 500m.

Flussaufwärts

Flussaufwärts

Wir können das Boot wirklich voll beladen einen kleinen Bachlauf hoch ziehen.
Am Ufer des kleinen Sees angekommen beladen wir uns mit leichten Gepäck und machen uns auf den Weg die Umtragepassage zu erkunden. Laut Karte sind es ca. 2km mit 200hm bergab.
Geschafft!?

Tragen...

Tragen

Letzter Gang

Um es kurz zu machen: es wurden etwa 100hm bergauf, dann ein gutes Stück recht eben und dann 300hm steil bergab. Mit unseren vielen Lebensmitteln und der Komfort- Ausrüstung dauert ein Gang ca. 45min. und wir müssen 4 Fuhren machen, also 7mal die gleiche Strecke. Ab dem 4 mal können wir uns auch den Weg merken der am leichtesten zu gehen ist und machen keine Ausflüge mehr über Holpersteine, durch Sumpf oder einfache Umwege.
Als wir endlich das Boot auf dem letzten Steilstück in Richtung See runter schubsen, beginnt es zu dämmern und wir merken das wir fix und fertig sind und viel zu wenig gegessen und getrunken haben.
Also richten wir schnell unser Nachtlager her und sammeln die kläglichen Holzstücke aus der Umgebung zusammen um unser ersten Feuer der Tour zu entfachen- ein Feuer natürlich auch zum Kochen. Die Wokpfanne bewährt sich und wir sind begeistert von den “Fire-Iron”, einfache L-Profile aus Eisen die wir quer über die Steine legen um Pfanne und Topf einen sicheren Stand zu gewähren.
Eine kurze Katzenwäsche und wir lassen den Abend bei toller Abendstimmung ausklingen.

Nachtlager

Abend

Der nächste “Morgen” begrüßt uns wieder mit stechender Sonne.

Sonne

Wir werden wieder von herrlichem Wetter aus dem Zelt gelockt und freuen uns auf die erste längere Strecke ohne Umtragen oder andere Hindernisse.

unterwegs

Der See, der vor uns liegt erstreckt sich knapp 16km nach Süd-Osten. Zum Glück ist es windstill- wir mögen gar nicht daran denke wie es auf dem ersten Teilstück, wo der See gut 5km breit ist, mit dem Wind vom ersten Abend wäre.

Pause nach 5 km

Nach 5km machen wir eine erste kleine Pause. Der Paddelrhythmus hat sich noch nicht wirklich eingestellt, aber wir haben ja Zeit…

Sonne

Die Sonne sticht vom Himmel. Gefühlt sind es 30°C- uns ist in langer Hose und T-Shirt auf jeden Fall etwas zu warm. Irre, wenn man bedenkt das ein paar Hundert Meter von uns entfernt und vielleicht 50-100Meter höher Schnee in den Bergen liegt.

Wir paddeln etwa 4km in der Stunde und wollen an diesem Abend frühzeitig einen Lagerplatz suchen, um am Feuer unser erstes Brot zu backen und uns noch ein wenig von den Strapazen des Vortags erholen.

mögliche Lagerstelle

Dieser Platz sieht vielversprechend aus, zumal wir auch gerne Fisch als Zugabe zu unserem Essen wollen. Eine große Kiesbank, mit 4 Schmelzwasserbächen, die unmittelbar dahinter aus den steilen Bergen entspringen und… die ersten Bäume… Es fällt uns erst gar nicht auf, aber in den letzten 2,5 Tagen haben wir keinen Baum gesehen. Dafür haben wir seit der großen Umtragestelle, wo wir einer kleinen Herde Rentiere begegnet sind, heute kein einziges Lebenszeichen, ausser ein- zwei Vögeln gesehen oder gehört. Auf der Kiesbank finde ich aber einige sehr große und frische Elchspuren.

Wir entscheiden uns aber gegen den malerischen Fleck und fahren weiter.

Arne holt mich von meiner kleinen Erkundungstour ab und es geht noch etwas weiter bis auf eine Landzunge, die einen perfekten Lagerplatz verspricht.

weiter gehts

Wir finden eine gerade Stelle vor die auch gerade groß genug für mein neues Lavuu ist. Mit 3,8m Durchmesser ist es für die Fjäll-Region doch etwas groß. Beim Aufbauen stellen wir aber fest das Wasser aus dem Kiesboden gedrückt wird wenn wir etwas “pumpen”, also mehrmals an eine Stelle treten oder einen Hering einschlagen. Aber der Wasserspiegel wird in der Nacht ja kaum steigen!?

schöner Lagerplatz

Feuer machen ist hier schwieriger als wir es kennen. In heimischen Wälder findet man eigentlich überall etwas trockenes Holz und Birke brennt ja bekanntermaßen auch wenn sie feucht ist. Hier ist das anders! Wir finden nur etwas Gestrüpp was trocken genug ist um ein Feuer in Gang zu bekommen, dann müssen wir es aber schnell groß genug bekommen damit genügend Hitze vorhanden ist, um auch feuchtes Holz verbrennen zu können. Wir kochen ein herrliches und vor allem reichliches Mahl und wagen uns nach einer kurzen Pause an unser erstes Brot.

Ich hatte mir extra für die Tour einen Dutch Oven zu gelegt, in dem wir jetzt eine Fertig- Backmischung anrühren. Nach einigen Temperatur-Experimenten und der Müdigkeit, die uns dann doch irgendwann überfällt, wissen wir am nächsten Morgen das wir verhungern werden…

Kochen

.

Am Feuer

Feuer

Natürlich werden wir nicht verhungern, aber leider ist dieser erste Versuch ein schmackhaftes Brot zu zaubern nicht gelungen. Wir können beide ein paar ecken essen, die gar sind, den Rest des 1kg-Brots müssen wir leider entsorgen. Trotzdem gesättigt machen wir uns auf zur nächsten Etappe.

weiter gehts

Wir ahnen noch nicht was uns heute bevor steht, laut Karte und den Informationen die wir auf Internetberichten bzw. dem DKV-Auslandsführer haben, müssen wir das Boot heute einige Kilometer schieben.

Wir hatten unseren Rastplatz am Vortag bewusst so gewählt das wir heute bereits nach 20 Minuten an der ersten Stromschnelle sind. Entgegen der Informationen ist sie definitiv nicht fahrbar. Zumindest nicht mit dem vollen Kanadier. Ein kleines Wildwasser-Kajak und etwas mehr WW-Erfahrung und wir wären einfach drüber gehopst. So tragen wir unser Gepäck lächerliche 90m- dann das Boot und laden alles wieder ein. Nach der Stromschnelle riecht es nach Fisch (wirklich & die Bedingungen sehen auch stark danach aus) und Arne will es versuchen. Bereits der 2- Wurf bringt uns eine kleine Bachforelle. Leider etwas zu klein, so das wir uns wieder unserer Weiterfahrt widmen.

Stromschnelle

Wir merken schnell das jeder Meter den wir auf dem Wasser verbringen sehr viel leichter ist als Boot und Gepäck über Land zu tragen. Also fahren wir hier die nächsten paar hundert Meter auch, obwohl der Kanuführer von einer kompletten 3,5km Portage erzählt.

Unsere 1:80.000 Karte lässt einmal wieder nicht alle Detail erahnen und wir stehen vor unfahrbaren Fasserfällen, die mit ihrer Größe und Geräuschkulisse einfach angsteinflößend sind. Wir tragen mal wieder- zum Glück ohne starke Steigungen und Gefälle und über wunderschöne Hochmoore die und mit reichlich Multebeeren belohnen.

Während wir dort tragen fliegt über unseren Köpfen ein Hubschrauber hinweg, der kurz darauf wieder zurück kommt und ich ihn ganz ungewollt mit auf einem Bild banne.

Multebeeren und Hubschrauber

Die Landschaft und die Dimensionen hier sind groß(artig). Rechts-mittig-unten im Bild läuft Arne

Umtragen

Zum Ende dieser langen aber irgendwie schönen Portage führt der Weg über Holzbohlen…

Schleppen

…bis zu einer kleinen Hütte direkt am Wasser. Wir fragen uns wie solche Hütten belebt werden, aber der Hubschrauber…

Anglerhütte

Hier haben wir bereits einen großen Teil geschafft und wir sind auch geschafft. Das ständige Tragen ist einfach heftig. Selbst wenn alles in Rucksäcke mit guten Tragesystemen verpackt wären, sind Lasten von bis zu 30kg nicht ohne Weiteres zu Tragen. So haben wir die etwas leichteren Dinge in großen Seesäcken und die wirklich schweren schnallen wir auf die Kraxe der Schweizer Armee.

Wir kommen bald darauf an eine weitere Stromschnelle, die auf den ersten Blick gar nicht so schwer aus sieht. Wir landen am linken Ufer an, laufen an Land fast die kompletten 500m entlang und beschließen es auf der rechten Flussseite (eigentlich sind es hier doch nur Seen mit unterschiedlichen Höhenleveln, die durch “Kanäle” verbunden sind) zu versuchen. Aber nicht fahrenderweise sondern wir wollen versuchen zu Treideln. Treideln ist auch Neuland für uns; Arne läuft hinten und ich vorne, beide halten wir das Boot mit langen Leinen im Strom. Plötzlich kommt das Bootsheck etwas zu weit in die starke Strömung und Arne muss seine Leine los lassen. Es geht alles so schnell, ich höre ihn schreinen “lass los” und plötzlich ist das Heck des Boots flussabwärts und ich habe es allein an der Hand. Kurz danach haben wir die Stromschnelle geschafft. Mit Schwamm und meiner Weithalsflasche schöpfen wir das Wasser aus dem Boot- es sind doch annähernd 100l Wasser in das Boot geschwappt.

Treideln

Es geht weiter durch 2 fahrbare Stromschnellen und es folge eine Weitere, die leider wieder nicht fahrbar ist

Unfahrbar

Wir tragen am linken Ufer etwa 300 Meter durch Wald und Sumpf und balancieren über die runden Ufersteine bis wir das Boot wieder beladen und einen Platz ansteuern der schon in Sichtweite ist.

Einpacken

Es ist ein wunderschöner und perfekt gelegener Platz. Direkt oberhalb der nächsten Stromschnelle, mit Kiesstrand für das Boot, einem ebenen Flechtenteppich für das Lavuu und einer atemberaubenden Aussicht über die Berge, die wir hinter uns gelassen haben.

Schöner Platz

Heute wollen wir Fisch zum Abendessen und nach dem kleinen Erfolg vom vormittag sind wir zuversichtlich. Ich versuche ein paar Würfe mit der Fliege, merke aber schnell das meine  Technik noch nicht ausgereift genug ist um weit genug raus werfen zu können. Arne hat es da mit seinem Spinner leichter- er wirft einmal an die Stellen wo die Fische springen und fängt prompt eine schöne Bachforelle.

Ich bereite Reis und Gewürze als Beilage zum Fisch und wir entfachen ein Feuer, dabei merke ich wie mich meine Kraft verlässt und mir schlagartig kalt wird. Ich kann mich noch in meinen Schlafsack kuscheln und esse eine große Portion den von Arne vollendeten Mahls, welches er mir an meinen Schlafplatz bringe und schlafe ein- bis zum nächsten Tag- bis zum Nachmittag.

Anglerglück

Der viele Schlaf war wenig erholsam, ich bin alle 30 Minuten, von heftigen Gliederschmerzen geplagt, auf gewacht und bekomme nur nebenbei mit wie Arne sich auf den Weg macht unsere Sachen die nächste große Etappe um die Stromschnelle rum zu tragen. Als ich wieder einigermaßen fit bin und etwas Müsli in mich gequält habe, bin ich konzentriert genug um mir klar zu machen das ich “einfach so” nicht so shcnell wieder gesund werde. Ich habe Fieber, mir tut einfach alles weh und dazu habe ich Durchfall bekommen. Zum Glück haben wir für diese Fälle vor gesorgt und ich kann ein Mittel gegen Durchfall und ein Breitbandantibiotikum nehmen. Ich schlafe noch eine weitere Stunde, in der Arne, gepusht durch eine Ibuprofen fast unser komplettes Gepäck um trägt. Ich stehe irgendwann auf, schieße das folgende Foto und wir gehen gemeinsam mit der letzten Ladung die 2km- Strecke über einen zum Glück recht ausgetretenen Pfad.

Aussicht

Wir paddeln noch 2km mit Gegenwind bis zur nächsten unfahrbaren Stromschnelle und beschließen heute nicht mehr um zu tragen. Ich wäre eh nicht im Stande dazu. Ich beginne zu kochen- es fällt mir aber schwer mich nicht zu übergeben wenn ich das Essen rieche. Ich lege mich also wieder in den Schlafsack und Arne kocht sich eine riesen Portion Nudeln mit Salami und viel Öl.

Abandstimmung

Der nächste Tag bringt uns nicht viel näher an unser ursprüngliches Ziel. Wir haben uns bereits damit ab gefunden das wir unter diesen Bedingungen teilweise nur 2km am Tag schaffen und kaum in den nächsten 15 Tagen noch über 150km bis zur nächsten großen Straße paddeln werden. Zumal wir die vor uns liegenden Bedingungen schlecht ab schätzen können.

Wir schlagen das Lavuu auf einer kleine Landzunge auf, von der wir Ausblick über den hinter uns liegenden See haben und verbringen den Abend mal wieder “nur” mit Kochen, Essen, Lesen und Schlafen. Am nächsten Tag lassen wir das Boot in der nächsten Stromschnelle am Seil gesichert eine kleine Stufe runter. Die nächste Stufe ist dann wieder unmöglich mit vollem Boot zu überwinden. Wieder tragen wir die komplette Ausrüstung am Ufer entlang. Nach 100m haben wir es schon geschafft. Viel mehr hätte ich auch nicht geschafft- ich bin noch immer sehr schlapp, merke aber das das Antibiotika wirkt.

Hier springen Fische und es riecht nach ihnen beschließt Arne noch ein paar Würfe mit der Angel zu machen bevor wir alles wieder ins Boot verladen. Diesmal dauert es bis zum 3 Wurf und er fängt eine kleine Forelle. Zu klein und wir fragen uns ob die Spinner, die Arne den Fischen anbietet einfach auch zu klein sind. Nach dem Motto; größerer Köder – größerer Fisch.

Angeln

Forelle

Gesagt, getan. ein paar Würfe später mit einem fast doppelt so großen Köder wie vorher, fängt Arne eine große und wunderschöne Äsche. Die Forelle war zu klein und die Äsche ist so wunderschön das wir es nicht übers Herz bringen, sie zu töten. Ich mache noch ein paar Würfe mit der Fliege, fange aber nichts. Wir packen und machen uns auf den weiteren Weg.

Äsche

Wir paddeln wieder “nur” bis zur nächsten Stromschnelle. Ich habe überhaupt keinen Appetit, merke aber das ich was essen muss. Zum Glück haben wir eine Tüten-Hühnersuppe dabei. Mit einem Liter Tee dazu fühle ich mich etwas gestärkt, schlafe aber trotzdem schnell ein während Arne sich seine Tagesration wieder selber kocht.

In der Nacht schwitze ich anscheint den Großteil meiner Krankheit aus, am nächsten Morgen geht es mir auf jeden Fall schon deutlich besser. Zum Frühstück gibt es unser letztes Müsli, von jetzt an müssen wir Brot backen und die großen mengen Wurst, Schmalz, Streichkäse, Honig, Marmelde, etc vertilgen. Nach dem Frühstück paddeln wir 50m, laden alles wieder aus, laufen jeder insgesamt 4 Touren mit Gepäck bzw. Boot, laden alles wieder ein und paddeln weiter, bis zur nächsten Stromschnelle…. Laut Karte haben wir jetzt wirklich den schwersten Teil geschafft und auch die spärlichen Informationen aus dem DKV- Auslandsführer lassen darauf hoffen. Genau dieser beschreibt auch das wir uns im nächsten Abschnitt links halten müssen. Zumindest habe ich es so aufgeschrieben. Da der DKV-Führer die Strecke Flussaufwärts beschreibt und ich nicht mehr weiß ob ich die Information einfach übernommen habe oder auf unsere entgegengesetzte Paddelrichtung übertragen habe, bleibt uns nicht viel über als die Stromschnellen vor uns aus zu kundschaften. Es ist ein Wirrwar von Inseln, was vor uns liegt und trotz allem hat man zum ersten mal das Gefühl auf einem Fluss zu sein und nicht auf “Kanälen” die mit zum Teil riesigem Gefälle 2 Seen verbinden. Es bleibt uns also nicht viel mehr über als vor Ort zu schauen wo wir durch kommen. Die erste Besichtigung ist nicht vielversprechend- das Wasser ist flach und der Strom ist total verblockt. Der zweite Teil, weiter links von uns, sieht leider nicht besser aus, so dass wir beschließen es bei der ersten Möglichkeit zu versuchen. An der Stromschnelle vorbei zu tragen funktioniert hier leider nicht, es ist kein Weg vorhanden und der Wald ist extrem dicht gewachsen. Durch die Stomschnelle zu fahren funktioniert aufgrund der geringen Wassertiefe aber auch nicht. Es bleibt uns also nur die Möglichkeit uns unsere Teva-Sandalen an zu ziehen, die Hosenbeine hoch zu krempeln und zu schieben, bzw. am Seil zu ziehen. So schaffen wir es recht zügig, heil und zum allergrößten Teil trocken bis in normal fahrbares Wasser.

Leider hatte der DKV-Führer nicht wirklich recht, bzw. nicht, wenn wir den normalen Flussverlauf folgen, dann besteht uns nämlich in nichtmal 1km Entfernung eine nächste große Hürde bevor, die wir dann doch beschließen zu besichtigen. Bereits gute 300m davor hören wir es rauschen und die Besichtigung  macht klar das wir den Alternativweg über einen etwas nördlich gelegenen See wählen, der uns dann sogar noch um die nächste Stromschnelle bringt. Auf der Karte sieh der Alternativweg ganz leicht aus; ca. 50m tragen – 100m paddeln – ca. 80m tragen – und dann 4 km auf dem vorher genannten See Buoktja. Die ersten 50m, erweisen sich als richtig und es geht auch nur ganz leicht bergauf über große Moosteppiche. Wir beschließen das Boot mit dem Bootswagen, der uns schon gute Dienste erwiesen hat, aber auch schon bei jedem Einsatz geärgert hat, über den Moosteppich zu fahren. Nur gibt es ein Problem, der Bootswagen ist nicht da! Nach etwas Überlegung fällt uns ein das wir ihn bei der letzten größeren Umtragestelle etwas oberhalb des Wassers hinter einem Felssims liegen lassen haben als wir das Boot vom Wagen gelöst und die 5- Meter stufe herab gelassen hatten. Das war vor etwa 10km! Können wir den wagen dort liegen lassen? Brauchen wir ihn noch auf den uns bevorstehenden Etappen? Heute können wir ihn eh nicht mehr holen, wir sind ganz schön fertig vom ständigen Ausladen, Tragen, Einladen. Wir beschließen noch bis in den See zu fahren bzw. zu Tragen um dort einen Tag Pause zu machen uns dann denn Bootswagen zu holen. Nach den 100m paddeln auf einem Mückenversäuchten Minisee sieht es leider nicht mehr so gut aus, die 80m Luftlinie bis zum Buokja See sind Waldig, Felsig und mit 100hm versehen. Ich muss komplett einmal um den kleinen See rum laufen um einen anderen Weg zu finden. der uns dann auch noch durch Hüfthohes Gras auf sumpfigem Untergrund führt.

Als wir das Boot wieder beladen haben, schieben wir uns beide noch einen Powerriegel in den Mund und machen uns auf die Suche nach einem geeigneten Platz für die Nacht und den Pausentag. Inzwischen hat der Wind aufgefrischt und wir kämpfen uns mit letzter Kraft von einer verheißungsvollen Stelle zu nächsten. aber immer wenn wir dem Ufer näher als 10m kommen wird klar das dort kein Platz für ein Zelt ist. Arne ist es schon fast egal wie das Zelt steht und ich glaube auch nicht mehr das wir an diesem See eine geeignete Stelle finden, als ganz plötzlich, mit einem kleinen Kiesstrand davor, eine oder besser die Topstelle vor uns liegt. Mit Holz- Bank-Tisch- Kombination, einem eingeebneten und Pflanzenfreien Platz für das Zelt, Feuerstelle und sogar Feuerholz, auch wenn dieses feucht ist.

Wir sammeln (trockenes) Feuerholz, machen ein großes Feuer, kochen, heizen Duschwasser und uns wird klar das es einfach wunderbar ist hier draußen zu sein.

Pausentag

- Flickr Fotoalbum Kanuexpedition / die Fotos der Tour bei Flickr
- GPSies /Die Strecke der Kanutour bei GPSies
- Skogly Naturgård / der Hof von Sven, Susa und ihren beiden Kindern Lasse und Bastian in der arktischen Natur Norwegens

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